Ein Begegnungsort für Geflüchtete sowie Fuldaer, und das mitten in der Stadt – das ist die Idee hinter dem Welcome In Wohnzimmer. Wir haben mit Jochen Schiersch von Welcome In gesprochen und ihn gefragt, welche Fortschritte das Projekt in den letzten Monaten gemacht hat und wie man dem Wohnzimmer am besten unter die Arme greifen kann.

Austausch, Integration, kulturelle Angebote und natürlich viel Spaß, das soll es im Welcome In Wohnzimmer geben. Und das Ziel eines Begegnungsraums für alle rückt immer näher. November vergangenen Jahres hatte sich die Initiative gegründet, mit an Bord sind mehr als 20 Ehrenamtliche. Es wurde an der Idee getüftelt, was das Zeug hält, jetzt fehlen nur noch die Räumlichkeiten und die Finanzierung.

„Wir hatten schon mehrere Besichtigungen, allerdings lehnen die Vermieter uns meistens sofort ab, wenn das Wort ‚Flüchtling‘ fällt. Fulda hat da noch viele Vorbehalte“, erzählt Jochen Schiersch, der sich inzwischen hauptberuflich um das Projekt kümmert. Am liebsten hätte die Gruppe Räumlichkeiten mitten in der Stadt. Ganz wichtig: im Parterre. Denn das Wohnzimmer soll offen für alle sein und nicht versteckt in einem Hinterhof. Jeder, der neugierig ist, ist herzlich willkommen.

Fördermitgliedschaft als neues Finanzierungsmodell

Aber nicht nur die Räumlichkeiten sind noch offen, auch bei der Finanzierung braucht die Truppe Hilfe. Ganz neu ist dabei die Fördermitgliedschaft: Ab fünf Euro bist du dabei. (Den Antrag findest du hier, noch mehr Infos gibt es hier oder auf der Facebook-Seite.) „Dafür haben wir bereits viel Zuspruch erhalten. Viele Studis geben so viel es ihnen eben möglich ist“, berichtet Jochen. „Fast täglich sind neue Anträge im Briefkasten. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass die Leute mitziehen.“

Verschiedene Organisationen und Unternehmen werden ebenfalls um Hilfe gebeten, erzählt Jochen: „Wir klopfen überall an die Tür, denn wir wollen uns möglichst stark in der Region vernetzen.“ Sie könnten sich außerdem vorstellen, sich die Räume mit anderen Initiativen zu teilen.

Momentan noch viel Bürokratie, danach wird angepackt

Auch viele Geflüchtete sind schon ganz euphorisch. Allerdings können sie momentan noch nicht wirklich helfen. „Gerade ist einfach alles reine Bürokratie. Aber sobald das Wohnzimmer steht, können sie ordentlich mit anpacken. Viele sind gelernte Handwerker, das kommt uns natürlich zugute“, sagt Jochen. Wenn alles fertig ist, werden die Geflüchteten aber nicht nur von den Begegnungen profitieren, auch kulturelle Angebote sollen die Integration fördern.

Es liegt allerdings noch mal ein Stückchen Arbeit vor dem Team. „Ich freue mich vor allem schon auf die Einweihungsparty. Die wird der Hammer. So viele Menschen, die Liebe und Herzblut in das Projekt gesteckt haben auf einem Fleck“, freut sich Jochen. „Außerdem bin ich gespannt mitverfolgen zu können, wie das Wohnzimmer ins Laufen kommt.“

Neben der Fördermitgliedschaft freut sich das Welcome In Wohnzimmer auch über Einzelspenden:
IBAN DE52 5306 0180 0100 6197 44 (VR-Bank Fulda)

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