Dass Frankreich ab 2020 Plastikbesteck und Plastikbecher verbietet, hat Ende des Jahres viele Umweltfreunde gefreut. Nachdem die Plastiktüten im Juli 2016 schon abgeschafft und bei uns in vielen Läden bereits kostenpflichtig sind, geht Frankreich mit dem Verbot gegen Plastikbesteck noch einen weiteren Schritt in Richtung Umweltschutz. Einwegbesteck soll ab 2020 biologisch abbaubar sein. Wäre das auch für uns ein Modell? Wir haben uns in Fulda umgehört.

Ein Text von Rebecca Traud und Julia Röbig

„Wir benutzen recyclebare Einwegbecher“, sagt Paul Pawlowski aus der Heimat. „Nur die Deckel sind aus Plastik, aber die nimmt selten ein Kunde mit.“ Umweltschutz sei in Fulda schon ein Thema, die Heimat achte darauf, nicht zu viel Müll zu produzieren. „Ich fände es gut, wenn die Plastiksachen vom Markt verschwinden, denn wir stehen ja auch für Nachhaltigkeit und benutzen kaum Plastik. Das Verbot wäre gut für die Umwelt und reduziert die Müllproduktion, das finde ich super!“

Wie schwierig es ist, auf Müll zu verzichten, hat Anna-Lena 2016 für uns getestet. Mit ihren Thermobechern und Brotdosen kam sie beim Einkauf in Fulda aber nicht sonderlich weit. Das hat sich inzwischen zumindest an einigen Stellen geändert. Bei Pappert kann man beispielsweise inzwischen seinen Kaffee auch in den eigenen To-go-Becher abfüllen lassen. Dabei spart man sogar die 20 Cent, die der Pappbecher sonst kosten würde. „Wir haben uns im vergangenen Jahr das Leitbild „Pappert goes green“ auferlegt und versuchen uns in allen Entscheidungen daran zu orientieren“, sagt Pappert-Sprecher Thomas Bertz. „Pappert kommt aus der wunderschönen Rhön und möchte, dass diese auch noch lange so schön bleibt. Allein, wenn man sich ansieht, welche Unmengen an To-go-Bechern täglich weggeworfen werden, das ist viel zu viel.“

Trotzdem bekommt man den Salat zum Mitnehmen auch dort in Plastikschüsseln und mit Plastikbesteck. „Wir müssen natürlich auch immer auf den Preis schauen. Nachhaltigkeit hat ihren Preis, den wir an die Kunden weitergeben müssten.“ Doch Stück für Stück sei das Unternehmen auf einem guten Weg, betont Thomas Bertz. Stoffbeutel und Papiertüten haben schon vor einiger Zeit Plastiktüten abgelöst, und 2017 sollen auch To-go-Becher aus abbaubarem Material kommen.

Luisa Seegert, 18, Schlüchtern, Ausbildung Hotelfachfrau
„Ich esse nur selten unterwegs und nutze Plastikbesteck deshalb nicht oft. Es ist natürlich viel besser für die Umwelt. Ich denke auch die Alternativen, die entwickelt werden, sind gut. Außer beim Feiern, da fehlen die Plastikbecher dann natürlich!“

Timo Schenkel, 22, Hünfeld – Dammersbach, arbeitet bei Desietra
„Das ist sehr gut für die Umwelt. Ich habe schon länger einen Thermobecher den ich immer mitnehme und finde das auch gut als Alternative. Dann gibt es auch weniger Müll.“

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