Weihnachten. Kurz vor Heiligabend. Die Innenstadt ist überfüllt. Die Geschäfte werden von wildgewordenen Last-Minute-Shoppern gestürmt, die auf der Jagd sind. Auf der Suche nach dem letzten Monopolyspiel, nach der Lieblingspralinensorte der Schwiegermutter, nach dem Geschenk, ohne das das Weihnachtsfest in eine Katastrophe ausarten wird. Der Kaufrausch ist eröffnet.

Ein Text von Pauline Bäßler

Laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY kauft die Mehrheit der Befragten ihre Geschenke nach wie vor lieber im Laden ein. Klar, man kann sofort mitnehmen, was man braucht, und wird beraten. Und gerade zu Weihnachten ist auf den Lieferservice kurz vor dem Fest auch nicht immer Verlass. Trotzdem kann niemand behaupten, dass weihnachtliches Shoppen ein Genuss wäre. Gerade wir Jüngeren versuchen, so die Umfrage, die Geschäfte der Innenstadt zu meiden. Auch, weil man schon im September die ersten Weihnachtssachen in den Schaufenstern findet. Fast 63 Prozent der Bürger finden das ätzend. Sie fühlen sich dadurch verpflichtet, jedem etwas zu schenken.

Trotzdem – oder vielleicht deswegen? – kaufen viele ihre Geschenke erst im Dezember. Laut der Umfrage immerhin 62 Prozent. Richtig stressig mögen es 23 Prozent, die kaufen nämlich erst zwei Wochen vor Heiligabend. Nur acht Prozent haben schon jetzt alle Geschenke.

Kaufbereitschaft so hoch wie nie

Doch was wird am liebsten geschenkt? Viele Jugendliche wünschen sich das neuste Handy oder die neuste Konsole. Doch damit könnte gerade die ältere Generation überfordert sein. Deshalb werden gerne Gutscheine und Geld verschenkt, dicht gefolgt von Büchern, Kleidung und Spielwaren. Wegen der zunehmenden Interneteinstellungen erwartet die Deutsche Post in diesem Jahr 80 Millionen Euro Umsatz. Gegenüber dem letzten Jahr wäre dies ein Plus von 1,5 Prozent.

Noch ein Fakt ist interessant: 2017 ist die Kaufbereitschaft so hoch wie noch nie. Denn dieses Jahr wollen die Deutschen im Schnitt 273 Euro für Geschenke ausgeben. Das sind 43 Euro mehr als letztes Jahr. Es kann uns also wirtschaftlich nicht so schlecht gehen.

Und wie sieht es bei dir aus? Hast du schon alle Geschenke?

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