Das Wohnzimmer hat eine Bleibe

Vor genau einem Jahr entstand die Idee: das Welcome In-Wohnzimmer – ein Begegnungsort für Geflüchtete und Fuldaer mit vielen kulturellen Angeboten. Jetzt wird es Realität. Ein Raum ist gefunden, mitten in der Innenstadt. Gestern wurde er bereits für ausgewählte Gäste geöffnet.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA„Ein Ort, an dem sich Geflüchtete und Fuldaer in ungezwungener Atmosphäre kennenlernen, austauschen und Freundschaften schließen können“, so beschreibt Jochen Schiersch von Welcome In das Konzept des Wohnzimmers, doch der bisherige Weg dorthin war steinig: Das Konzept stand schnell, die Finanzierung musste geklärt werden, ein Raum musste her. Auf Facebook konnte man verfolgen, dass die Findung einer geeigneten Räumlichkeit ein größeres Problem war. Viele Mieter schienen eher abgeneigt gegenüber des Projekts.

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Aber auch das hat die Truppe bewältigt und ist nun in die Robert-Kircher-Straße 25 eingezogen. Schiersch wünscht sich „ein Wohnzimmer frei von Rassismus, Vorurteilen, Ängsten und Ungleichbehandlung“, das nicht nur für Geflüchtete, sondern für jeden – Alter, Herkunft, Religion sollen hier keine Rolle spielen.

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Momentan planen Schiersch und die vielen Ehrenamtlichen hinter dem Projekt die Einrichtung, denn momentan ist das Wohnzimmer noch ein großer, kahler Raum. „Jetzt geht’s erst richtig los. In den kommenden Wochen werden wir alle Kräfte mobilisieren, um das Wohnzimmer schnellstmöglich zu renovieren und einzurichten“, sagt Schiersch. In Einrichtungs-Workshops planen sie alle gemeinsam, wie es dort einmal aussehen soll. Im Januar wollen sie fertig sein, damit endlich die langersehnte Eröffnungsparty geschmissen werden kann.

OLYMPUS DIGITAL CAMERANeben Welcome In zieht auch die Awo als Partner mit in die Räumlichkeiten ein. Wer aber dachte, dass es lediglich ein Raum wird, wo man sich auf ein gemütliches Sofa flätzen kann oder Tischkicker spielt, hat sich getäuscht. „Das Wohnzimmer wird ein Raum, der vielfältig genutzt wird, sei es für Deutschkurse, für Kulturveranstaltungen oder als Beratungsstelle für Angelegenheiten von Asylverfahren bis Jobfindung“, erzählt Schiersch. Eben ein Ort, an dem alle willkommen sind, gemeinsam etwas erleben und Freundschaften schließen.


csm_wi_postkarte_spende_1faaff0fe7Nur, weil das Wohnzimmer jetzt eine Heimat hat, heißt das nicht, dass die Arbeit getan ist. Das Wohnzimmer finanziert sich hauptsächlich durch Spenden. Wer lieber gleich mit anpacken möchte, der schaut am besten auf der Website vorbei, in den kommenden Wochen wird ebenfalls eine Liste mit noch fehlenden Dingen veröffentlicht. Außerdem findet am 10.11. die Wohnzimmer-Party im Kulturkeller zur Unterstützung statt.

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